Die Kunst der Selbstfindung

„Die Menschen verhalten sich heutzutage auf der Erde wie in einem Spiel,
in dem sie die Spielanleitung verloren haben.“ Christina von Dreien

Die Suche nach sich selbst dürfte ungefähr so alt sein wie die Suche nach Gott. Und wie viele meiner Leser wissen, kommt das nicht von ungefähr. Aber dazu später.
Heute lese ich bemerkenswert viele Posts, die die Frage nach sich selbst stellen, und möchte ein Paar Gedanken zum Thema teilen.

So schreibt z.B. Tamara:
Ich hab echt vergessen wer ich bin! Ich find mich schon wieder 💜

Oder Yulia:
„Wieder ganz ich selbst zu werden,
ist das größte kreative Projekt meines Lebens <3“

Woher kommt diese Suche nach sich selbst eigentlich? Wieso wissen so viele Menschen die Frage nicht klar zu beantworten, wer sie sind? Wieso haben so viele Schein-Gurus einen so hohen Zulauf, die versprechen, einen zu sich selbst zurück zu führen?
Beleuchten wir das Ganze mal logisch:

Kennen lernen kann man jemanden oder etwas durch Beobachtung.
NUR durch Beobachtung kann man jemanden oder etwas kennen lernen.
Und man kann NUR das kennen lernen, was man auch beobachtet!

Was wir an einem Menschen NICHT beobachten können,
das existiert FÜR UNS in Bezug auf diesen Menschen NICHT,
was aber nicht bedeuten muss, dass das STIMMT.

Das Selbe gilt auch für uns selbst:
Das was wir beobachten können, empfinden wir als existent,
alles andere nicht.

Beobachtet man dann mal unsere Gesellschaft, stellt man schnell fest, warum es darin so einfach ist, sich in etwas oder jemand anderem zu VERLIEREN oder vergessen, je nachdem, wie man es ausdrücken möchte. Man fühlt sich dann ganz schnell nicht mehr heile, nicht mehr „ganz“. Und wenn man dann noch gesagt und vorgelebt bekommt, und dann davon überzeugt ist, dass das entstehende Loch voller Nichts in sich NUR von jemand anderem gefüllt werden kann, dann hat man wahrlich ein Problem: Man ist abhängig von jemandem, und den muss man dann auch noch erstmal finden. Findet man sie oder ihn, und hat derweil nicht gelernt, sich nicht im anderen zu verlieren, hat man weiter nicht das geringste davon.

Es gibt viele Faktoren, die begünstigen, dass man sich immer weiter von sich Selbst entfernt:
Gesetzliche wie moralische, vor allem aber GESELLSCHAFTLICHE Vorschriften, die ein freies und unbedarftes Verhalten so gut wie unmöglich machen, wenn man sich an sie halten will.
Eine wie eine Seuche wütende Gefallsucht, die sich breit gemacht hat, und uns veranlasst, uns für andere zu verstellen, UM zu gefallen.

Erwartungshaltungen an allen Ecken, denen es gilt gerecht zu werden.
Strukturell gehaltener „Alltag“, Routine, berechenbares Verhalten helfen sehr dabei, ein völlig falsches Bild von sich selbst abzugeben.

Das ständige Bestreben, irgend jemand zu SEIN verblendet völlig die Sicht darauf, dass man bereits jemand IST. Den man auf diese Weise natürlich NICHT beobachten kann! Und so eben auch nicht kennen lernen (klingelt’s?).
SCHULD ist eine ganz gemeine Erfindung, die Menschen auf sehr ungesunde Weise aneinander bindet, und ein Spiel, das man nicht mitspielen sollte, weder als Schuldiger, noch als Gläubiger, noch als Beschuldigender. LASS es einfach!

Die ANGST vor den eigenen Dämonen, das WISSEN um unschöne Aspekte des selbst, die vor allem g  esellschaftlich nicht tragbar sind und verschwiegen und versteckt gehören. Diese Angst blendet so viel von uns aus, das nicht nur seine Daseinsberechtigung hat, sondern eben AUCH ein Teil von uns ist, der schon deswegen gar nicht beobachtet werden kann, weil der von UNS aus nicht beobachtet werden DARF. Klingt fürs Erste vielleicht angenehmer, hilft aber dabei, uns vor uns selbst zu VERSTECKEN.

Die dumme Angewohnheit, ständig irgendwelche „Anderen“ in seinem Leben als Autoritäten anzuerkennen und dann nach deren Vorgaben zu leben, ist auch nicht wirklich hilfreich dabei, herauszufinden, wen man beobachten könnte, wenn man sich SELBST folgte.

Was bedeutet „sich selbst verlieren“ eigentlich?
Die Antwort ist einfach:
Man beschäftigt sich zu viel mit anderen!
So viel, dass man sich selbst völlig vergisst. Was leider nicht bedeutet, dass man deswegen auch nicht mehr existieren würde.

Denn… da ist ja IMMER noch etwas, richtig?
Etwas in uns, das anfängt, unschöne Fragen zu stellen:

„Wer bin ich?“
„Was mache ich hier?“
„Warum bin ich hier?“
„Warum bin ich nicht glücklich, obwohl ich alles habe?“

„Wieso fühle ich mich so leer?“
„Warum versteht mich keiner?
„Warum fühle ich mich selbst in Gesellschaft so einsam?“

„Was für einen Sinn soll dieses Leben bitte haben?“

Nun, dieses „Etwas“ in dir… BIST DU!
DAS bist du: Bewusstsein!
Nicht dein Körper, nicht dein Job, nicht dein Partner, nicht dein Boss, nicht deine Kinder, nichts von dem, was du besitzt, darstellst oder kannst, nicht dein Name oder dein Zuhause, deine Kleider oder dein Auto. DAS ALLES vernebelt die Sicht auf DICH SELBST. Denn so lange Du dich DAMIT identifizierst, und nicht mit diesem „Etwas“ in dir, wirst du dich selbst noch lange suchen können!

Und du wirst weiter ein fremdgesteuertes Leben leben. Du wirst weiter Feindbilder übernehmen, dogmatische Sichtweisen für tugendhaft halten, Wissen annehmen, das du nicht belegen oder widerlegen kannst, und immer wieder im Gegeneinander verstrickt sein. Deine Ruhe und deinen Frieden einbüßen, und deine Lebenszeit damit zu vergeuden, dich ausbeuten zu lassen und nicht drum herum zu  kommen, das auch mit anderen zu tun.

Wer sich selbst finden will, wird sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, ALLES was er bisher mit sich Selbst in Verbindung gebracht hat als „Quatsch“ zu erkennen, und sich darüber klar zu werden, dass ein gesellschaftlich angepasstes Leben kein freies Leben ist. So lange man anderen gerecht werden will, wird man nie der sein, der man selbst sein KANN, wenn man sich selbst gerecht wird. Der Logik folgend, einfach, weil man in beiden Fällen eben völlig andere Dinge tut. Im einen halt, was man MUSS, im anderen, was man WILL!

Wer sich oft und viel bei Dingen beobachten und erleben kann und darf, die ihn BEGEISTERN, der wird wenig Zeit und Notwendigkeit finden, sich nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Er (er)lebt die Antworten!

Denn NEIN, es ist KEINESWEGS so, dass das Leben ausschließlich dazu dient, sich kommandieren und fertig machen zu lassen. Oder das mit anderen zu tun. Weder noch!
Leider kann man (der Logik folgend) niemandem etwas begreiflich machen, das er sich nicht selbst ausreichend lange angesehen hat, um verstehen zu können, wovon man da gerade redet (glaub’s nicht, beobachte es einfach mal, passiert jeden Tag überall um uns herum). Deswegen wäre es müßig, hier jetzt auf das einzugehen, was sich hinter der Tür befindet, die ich hier gerade zeige.

Doch wer möchte, kann es sich einfach gern selbst eine Weile ansehen:
Du öffnest die Tür (und verlässt den Raum, in dem Du dich jetzt noch befindest, egal wo das gerade sein mag), indem du AUFHÖRST, dich selbst finden zu wollen!

Tu statt dessen etwas sehr Effektives, und du wirst merken, wie du diese Tür durchschreitest:
ER-finde dich jeden Tag neu!
Das ist wesentlich leichter, als zu versuchen, gegen vorab beschriebene Faktoren der Ablenkung vom Selbst anzugehen und sich zu fragen, wie man das schaffen soll. Vergiss das einfach und spiel ab hier nach DEINEN Regeln.
Definiere sie, lern sie kennen, ändere sie nach Belieben und Notwendigkeit.
Sei wie Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach, Peter Pan…
Frage dich ab heute bei jedem Aufstehen (wirklich, mach einfach mal ein Ritual daraus), WER du HEUTE sein magst! Und dann SPIEL DIE ROLLE, die DU spielen willst, ungeachtet dessen, welche Rolle die Gesellschafft gern von dir hätte, dass du sie spielst.

Spiel DICH in DEINEM Spiel des LEBENS!

Ein Tipp:
Sei dabei freundlich und aufmerksam (interessiert, klingt das leichter?), achte darauf, dass du niemandem absichtlich weh tust, richte keinen Schaden an!

Dann kann Dir nicht wirklich was passieren, bis auf, dass die Leute die Du liebst dich plötzlich komisch oder auch sehr doof finden, und eine Weile gar nicht auf Dich klar kommen. Das liegt nicht an Dir, sondern daran, dass Du  auf einmal nicht mehr vorhersehbar für sie bist, und sie sich daran erst gewöhnen müssen. Immerhin bist du ab heute nicht nur für Dich selbst jemand anderer. Alle anderen bekommen den Wechsel auch mit. Und das ist gut so, egal wie unangenehm sich das am Anfang anfühlt. Wir reden hier auch schließlich von etwas wie einer Geburt, das DARF so sein!

Konzentriere dich bei alledem darauf, DICH (und dein Verhalten) zu beobachten. Du brauchst niemanden missionieren oder aufklären. Interessiere dich für die anderen, und was WIRKLICH in ihren Köpfen passiert, und mach dir klar, dass DU all das auch gerade nicht aus Zufall, sondern aus Interesse mitbekommst, doch halte deine eigenen Gedanken und Gefühle im Fokus.

Du wirst feststellen, dass sich die Welt um dich herum sehr schnell Deinen eigenen inneren Vorgaben anpasst. Das nennt man das Resonanz-Gesetz.

Je überzeugter du von irgend etwas bist, desto deutlicher nimmst du es auch GENAU SO wahr!

Lerne, mit deinen Sichtweisen zu spielen. Sie jeweils gerade SO anpassen zu können, dass sie DIR nicht im Weg stehen. Sie müssen NIEMAND ANDEREM gefallen! Denk daran! Den ANDEREN müssen IHRE Sichtweisen gefallen, gib ihnen das Recht das so zu halten und halte es SELBST auch so! Die große Irritation herrscht, weil genau DAS … sagen wir .. nicht in „Mode“ ist. Was wäre wohl, wenn allein DAS sich mal ändern würde? Wenn jeder mal einfach frei denken und sagen könnte und dürfte, ohne für irgend etwas Tadel oder Schlimmeres erwarten zu müssen?

Warte nicht auf andere!

Erlaube DIR SELBST UND ALLEN ANDEREN, sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren und DEIN Leben so zu leben, als dürftest DU bestimmen, wie du das machst. Denn letztlich tust Du das. DU bist es, der oder die ANDEREN die Möglichkeit gibt, dich zu beherrschen, einfach nur, indem du sie als Autorität anerkennst!
Das kannst du hier und jetzt AUSKNIPSEN, indem Du dir genau DAS klar machst:
DU bist der GOTT, der HERRSCHER, der SCHÖPFER DEINES Lebens!
DU, und NIEMAND anderes!
ALLES andere sind Lügen, die vermeiden sollen, dass wir uns selbst als Göttliche Wesen wahrnehmen, die wir SIND!

Wisse das einfach, erkenne diese Lügen, wenn sie Dir begegnen und wirf sie in deinen inneren Abfalleimer. DA gehören sie hin! Da gehört all der ganze QUATSCH hin, der uns glauben  macht, wir seien minderwertig und Opfer äußerer Umstände.

Und NUR DAS macht uns so OHNMÄCHTIG. Weil wir das GLAUBEN.
Und deswegen NICHT sehen, dass WIR es sind, die das glauben.
Die, die gelassen auch etwas VÖLLIG Anderes glauben könnten!
Und so auch ERLEBEN!
Zum Beispiel ein SELBSTBESTIMMTES Leben!

Weil wir an uns SELBST als unsere EIGENE AUTORITÄT glauben.
Einfach so. Und es immer deutlicher sehen können, je länger wir es so sehen.

Und uns entsprechend VERHALTEN!
Denn DANN können wir UNS beobachten.
Als DIE, die wir SIND, wenn wir uns FREI bewegen können,
also als die, die wir SIND!

Folge DIR SELBST wenn du DICH finden willst!
Das ist eine aktive Tätigkeit.
Denn auf einmal folgst du nicht nur Entscheidungen,
sondern du TRIFFST diese auch ganz bewusst selbst!
Du folgst jetzt DEINEN EIGENEN Weisungen.
Es fällt wesentlich leichter, die Konsequenzen für das Befolgen
EIGENER Entscheidungen zu tragen, auch wenn es komisch klingt,
weil man die Schuld dann ja nicht auf jemand anderen abwälzen kann.
Wie gut es tut, Schuld einfach mal ganz und gar aussen vor zu lassen, weiss man leider auch erst, wenn man das einfach mal ne Weile sein gelassen hat.

So kommen wir immer wieder an den Punkt, den wir als
„Zivilen Ungehorsam“ kennen.
Ziviler Ungehorsam bedeutet nicht, sich gegen jeden und alles zu stellen.
Er bedeutet, ein SELBSTBESTIMMTES Leben zu leben.
DAS zu tun, was man SELBST für richtig hält,
und das SO, wie man das gerade am besten kann.

(Mit etwas Training wird man IMMER NOCH besser, das hört nicht auf!)
„Ziviler Ungehorsam“ .. wie das klingt.
Dabei bedeutet es nichts weiter als  
„ICH SEIN“!

Es ist strafbar, zu zivilem Ungehorsam aufzurufen!
Papst Johannes Paul II. erklärte per Dekret zur TODSÜNDE, sich auf der Suche nach Gott mit sich selbst zu beschäftigen!

Wundert es Dich wirklich, dass so gut wie jeder in dieser Gesellschaft auf der Suche nach sich selbst ist, wenn Du diese Dinge bedenkst?

Und hat das alles mit DIR zu tun?
Fühl mal tief in dich hinein.
Die Antwort liegt relativ klar mit vier Buchstaben da irgendwo rum.
ALLES was dich von dir ablenkt muss DICH überhaupt gar nicht weiter stören!
Statt Dich an allem, was Dich von DIR ablenkt zu stören,
kannst du es einfach BEOBACHTEN.
Beobachte, WIE es dich ablenkt, und wie es das auf diese Weise immer weniger kann.
Nichts von dem kann dich daran hindern, DIR SELBST zu folgen,
das konnte es bisher nur, weil du dir darüber nie Gedanken gemacht hast.

Du wärst aber gar nicht bis hier gekommen,
wenn es dich nicht interessieren würde.
Was bedeutet, dass du bereits dabei bist, deine Gedanken neu zu sortieren.
Glückwunsch!

Zum Ende möchte ich noch etwas verraten:
Wenn Du DICH findest, sei nicht überrascht, dass DU in keinerlei Schubladen passt.
Auch nicht in die, in die Du Dich selbst mit Freuden gesetzt hast.
Jedenfalls nicht für immer.
Du findest viel mehr als DICH, du findest deine MACHT wieder,
und lernst, sie wieder bewusst zu steuern.
Das ist nicht schwerer als Fahrradfahren lernen,
genau genommen sogar leichter, weil du es bereits in Perfektion kannst,
dich DARAN lediglich erinnern musst, und das geht am schnellsten,
indem Du beobachtest, WIE du es jeden Tag in schlafwandlerischer Selbstverständlichkeit tust:

Beobachte INTERESSIERT, was Deine Hände den ganzen Tag so machen.
Nichts davon tun sie grundlos!
Beobachte INTERESSIERT deine Gedanken und Gefühle in den Situationen, die du durchlebst.
Nichts davon passiert einfach so!
Beobachte INTERESSIERT die Zusammenhänge zwischen diesen Situationen.
Nichts davon passiert zufällig!
Beobachte INTERESSIERT dein INTERESSE!
DAS leitet Dich durch dein GANZES LEBEN!

Du wirst nicht glauben, was du alles finden wirst, das mit DIR zu tun hat.
Und was so überhaupt GAR nicht…

Stell deine Fragen, wenn sie kommen, doch bleib nicht an ihnen haften.
Konzentrier Dich auf die Antworten, sonst verpasst du sie!
Sag, was du zu sagen hast, und hör DIR BEIM REDEN ZU!
(„Mein Wort in MEIN Ohr“!)

Wenn du diese Anleitung nutzt, ist LOGISCH,
dass sich in Deinem Leben etwas ändern wird!
Du MUSST das nicht machen.
Aber du darfst es dir gern erlauben.
Wirklich viel Schlimmes kann dir deswegen nicht passieren.
Und wenn du es nicht mit BEGEISTERUNG machen kannst,

DANN LASS ES!
Dann findest du irgendwo eine Anleitung zu einer Methode,
die Dir mehr entspricht und machst es dann SO.
Höre nicht auf MICH.
Höre auf DICH!

Wir treffen uns an dem Punkt, an dem wir alle EINS sind.
Denn anscheinend laufen wir ALLE in diese Richtung.

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