Und wenn doch alles an UNS liegt?

Wir leben in einer Welt, in der wir von Kindesbeinen auf an Konkurrenz, Schuld, Leistungsdruck, Erwartungshaltungen und andere Kriterien gewöhnt werden, die allesamt nicht wirklich der Entwicklung des SELBST zuträglich sind. Und auch wenn wir uns ein Leben ohne all das im weiteren Verlauf unseres Lebens anscheinend nicht einmal mehr vorstellen können, alle diese Dinge müssen wir als Menschen erst einmal kennen LERNEN.

Diese Welt ist auf diesem Planeten aber offensichtlich nicht die einzig existente. Es gibt immer noch Gesellschaften auf der Erde, die völlig ohne all das auskommen. Diese Menschen leben allerdings nicht in der „westlichen Welt“. Sie leben in kleineren Gruppierungen im Einklang mit der Natur, ehren und respektieren das Leben und sich selbst. Etwas, das nicht nur in der „westlichen“ Welt verloren gegangen ist, sondern in so ziemlich allen „zivilisierten“ Bereichen der Erde. Bei allem Missionierungs- und Ausbeutungswahn hat die Zivilisation nicht geschafft, ALLE Völker zu vereinnahmen und der Natur zu entreissen. Die, die nicht auf Bodenschätzen herumlaufen und auch sonst nicht viel zu bieten haben, konnten halbwegs ungeschoren davon kommen. In der westlichen Welt nennt man diese Menschen „Primitive“.

Was ist die „westliche Welt“ aber, wenn nicht nur ein Konstrukt, das sich aus seinen gängigen Sichtweisen, Verhaltensdogmen und daraus definiert, wie es wahrgenommen wird? Existiert sie wirklich als etwas, das man ohnmächtig hinnehmen muss? Etwas, das man -sprichwörtlich gesehen- unmöglich aus der Welt schaffen kann? Kann man sie anfassen, mit ihr sprechen, ihr eine Postkarte schreiben, sie streicheln oder anschreien?
Letzteres vielleicht, aber wer verspricht, dass wir gehört werden?

Meiner Meinung nach ist das alles ein riesengroßer Schwachsinn.
All das passiert, weil es Menschen gibt, die andere unterdrücken, und Menschen, die sich von anderen unterdrücken lassen. Nicht selten Menschen, die auf der einen Seite das eine und auf der anderen Seite das Andere tun. Und DAS ist etwas, wo man ansetzten kann. Denn Menschen kann man anfassen, mit ihnen sprechen, ihnen Postkarten schreiben, sie streicheln oder anschreien. Und von den meisten bekommt man eine unmittelbare Reaktion. Und die ALLERmeisten von ihren haben keine andere WAHL, als sich so zu verhalten wie sie es tun, weil sie nie etwas anderes gelernt haben. Und NUR deswegen. Was aber nicht bedeutet, dass man nicht durchaus auch anderes lernen könnte. Von den Primitiven zum Beispiel, die vielleicht nichts aufweisen können, was unserem zivilisierten Standard entspricht, aber dafür Dinge als völlig selbstverständlich sehen, von denen wir alle träumen, wenn es uns RICHTIG mies geht:
Unbedarftheit, Freiheit von Schuld, Freiheit von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen, die vor allem erwarten, dass man sich SELBST aufgibt, Freiheit von Hass oder Krankheiten, Vorurteilen, Konkurrenz, Gegeneinander. Und so weiter.

Wie lange können wir es uns wohl noch leisten, uns darauf auszuruhen, dass wir es ja nicht anders kennen? Wie lange wird der Vorrat an Ressourcen halten, wie lange werden WIR es noch aushalten? Warum lernen wir nicht aus unseren Fehlern, statt sie ein ums andere mal einsichtresistent zu wiederholen? (Oh.. mein T9 kennt das wort „einsichtresistent“ nicht)

Was ist so unmöglich schwer daran, sich für andere Lebenswege zu interessieren?
Klar, der Druck von aussen natürlich, der nicht will, dass man was neues lernt, weil man sich sonst von ihm entfremdet. Man ist nämlich nicht nur Teil der westlichen Gesellschaft, indem man in sie hinein geboren wurde. Das reicht nicht im Ansatz, um nicht ggf. ausgestoßen zu werden. Nein, man muss sich auch noch an die gängigen Verhaltensvorgaben halten und, ob man sich damit nun wohlfühlt oder nicht, oder ob etwas davon nun SINN mach oder nicht, tun, was man vorgelebt bekommt. Und genau da ist der Punkt, an dem sich nichts ändern KANN, so lange man DARAN nichts ändert. Weder für sich, noch für jemand anderen. Wobei jeder, der damit angefangen hat, sich alternativ zu interessieren, bestätigen wird, dass sich DADURCH eben nicht nur bei sich selbst was tut, sondern die anderen auch nicht drum herum kommen.
Sie können dich aus ihrem Leben verbannen, aber dann ist da bei denen dennoch ein LOCH!

Dabei gestaltet sich unsere Wahrnehmung nachweislich nach der entsprechenden Programmierung. Verlassen wir uns dabei auf die Nachrichten und Medien, bekommen wir deren Programmierung, und dann sehen wir die Welt SO, und denken auch noch, das sei die EINZIG WAHRE REALITÄT. Die es aber niemals sein kann, weil andere ja dann schliesslich nicht in anderen Realitäten leben könnten. Es würde sich also sehr lohnen, sein eigener Programmdirektor zu werden, und SELBST zu entscheiden, womit wir unsere Wahrnehmung füttern, und uns dabei bewusst bleiben, dass es IMMER auch andere Realitäten gibt. Was dem, ders checkt den Vorteil verschafft, sich eine ANDERE aussuchen zu können, wenn ihm seine aktuelle Sicht auf die Dinge (und NUR um die geht es hier!) nicht gefällt. Oder.. ihm nicht gefällt, WIE er sieht WAS er sieht!

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So viele Leute reden abfällig über Sektenmitglieder, ohne sich darüber bewusst zu sein, dass sie selbst AUCH in etwas wie einer Sekte leben, was keineswegs besser ist. Auch diese Menschen unterliegen Dogmen, die in ihre Gehirne geprügelt wurden, meist noch wesentlich schäbiger als in jeder Sekte, weil nicht offen. In einer Sekte WEISS man wenigstens, dass man sich einer bestimmten Denkvorgabe unterwirft. Wer weiss das schon als Normalo? Als jemand, der denkt, frei denken zu dürfen und dann auch noch zu KÖNNEN. An Stellen, an denen deutlich wird, dass sie das ABSOLUT nicht können, kannst du dann mit ihnen auch gar nicht mehr reden. Da bist DU dann der Minderbemittelte, der z.B. zu dumm ist zu glauben, dass es ohne Krieg und Hunger und Demütigungen und Streit und all diesem Mist „einfach nicht geht“!

Ich schreib mir das gerade alles einfach mal aus dem Kopf, es gibt keinen bestimmten Punkt auf den ich hinaus will, aber.. was, wenn es doch einfach alles an UNS liegt?
Wenn die Welt, so wie WIR sie sehen, auch nur so ist wie WIR sie sehen. Man könnte nicht streiten, wenn alle sie gleich sähen, oder? Worüber auch? Da das aber OFFENSICHTLICH nicht so ist, und jeder die Welt auf SEINE Weise sieht, ist es folglich auch so, dass JEDER seine Welt SELBST zu dem macht, als was ER sie empfindet.

Gäbe uns diese Erkenntnis nicht die Möglichkeit, diesem KRAMPF, den wir Leben nennen DOCH zu entkommen ohne dabei den Freitod wählen zu müssen? Indem wir den Krampf LÖSEN, und wieder ein LEBEN daraus werden zu lassen, so wie die „minderbemittelten Primitiven“ es können, ohne dabei großartig auf irgend etwas lebenswertes verzichten zu müssen? Warum tun wir uns so schwer damit?

Vielleicht liegt die wahre Herausforderung, als Teil einer „normalen“ Gesellschaft in höchstem Maße NICHT NORMAL zu sein? Vielleicht ist das der Grund, warum in letzter Zeit immer weniger Leute Normalität als erstrebenswert oder sonst irgendwie attraktiv finden. Vielleicht sollten wir alle einfach DOCH lieber ein wenig mehr WIR SELBST sein, UNS trauen zu lernen, statt anderen vertrauen zu müssen, unseren wahren Wert erkennen, uns und unsere Mitmenschen SCHÄTZEN und ehren, statt uns gegenseitig die Welt um die Ohren zu hauen. Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass ICH das lebenswerter finde als alles, was je gesellschaftlich von mir erwartet wurde…

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