Leserbrief an den El Aviso

veröffentlich ich hier, weil der Aviso es natürlich NICHT getan hat.
Im besagten Artikel ging es um Stress mit deutschen und englischen Touristen, die sich nicht zu benehmen wissen und auf Mallorca dieses Jahr wiederholt für Aufsehen sorgen. Halt EINES von vielen Symptomen der heutigen Lebensweise, was zu ignorieren zwar Augenwischerei ist, aber von den Medien eben lieber trotzdem so handgehabt wird..

 

Liebes El-Aviso-Team, Liebe Martina Zender, Liebe Leser,

ich beziehe mich auf einen Satz in einem Artikel auf der Zweiten Seite der Juli-Ausgabe 2017, der da lautet:

„Wer die Antwort kennt, die alle befriedigt, soll sich bitte melden – ihm/ihr gebührt ein Orden.“

Nun, den Orden könnt ihr vielleicht Euch selbst geben, wenn ihr die Jenigen seid, die den Leuten zu verstehen helfen,

dass eine Antwort, die ALLE befriedigt, nur von ALLEN GEMEINSAM gefunden werden kann.

Um eine solche Lösung zu finden, sollten wir als erst einmal eruieren, WAS genau sie denn hervorbringen soll.

WIE sieht die Welt aus, wenn wir eine Lösung gefunden haben, die alle befriedigt, UND sie gemeinsam UMGESETZT?

Das kann KEINER von uns ALLEIN wissen!

Dabei könnte der El Aviso das passende Forum bieten. Online. Fragt die Leute, wie sie sich Mallorca in PERFEKT vorstellen.

Was müsste sich genau geändert haben, damit es Perfekt IST?

Aber eben nicht nur für Einzelne. Jeder Kommentar, der gepostet wird, malt das Bild gleichwertig mit.

Erst wenn wir ALLE wissen, was wir denn eigentlich ALLE wollen, werden wir Antworten finden, die ALLE befriedigen können.

(Der Trick der Politik, sich als unentbehrlich zu verkaufen um weiter zu existieren ist der, genau DAS NICHT zu tun.)

Dazu müssten wir allerdings anfangen, ZUZUHÖREN. Und zwar nicht nur den vermeintlich Großen, sondern allen um uns herum, und vor allem UNS SELBST. Der wirkliche Problemkern liegt tatsächlich in einem gewissen rücksichtslosen Verhalten, das wir uns antrainiert haben.

Und die im Artikel beschriebenen Umstände (besser: „Zustände“, „Voll oder schon zu voll?“ – „offensichtlich VIEL ZU VOLL!!“) sind lediglich die Symptome. Dazu kommt, dass wir gewohnt sind, anderen die Möglichkeit zu geben, unser Leben zu bestimmen. Wir lassen uns sagen, was wir zu tun oder zu lassen haben, sei es von Regierungen, Ehepartnern, Chefs, Medien, Gruppen, Gurus, geliebten Menschen, verhassten Menschen oder anderen externen Autoritäten. Wir kennen es nicht anders. Behauptet jemand so etwas wie: „Eigentlich braucht ihr gar nicht anderen zu gehorchen“, wird er komisch angeschaut und als Spinner abgetitelt. So merkt aber leider keiner, dass all diese Probleme, auf die scheinbar keine Alle befriedigenden Antworten zu finden sind, nur existieren, weil keiner mehr ein Interesse daran hat, was andere um ihn herum für Interessen haben. Und dann ist das sehr schwer, rücksichtsvoll zu handeln, womit man immer sich selbst den Gefallen tut, heraus finden zu können, wo man gerade WIRKLICH gebraucht wird, und da DAS tun soll, was uns am meisten liegt. Arbeits- oder andere Knebelverträge machen Bewegungen in dieser Richtung gänzlich unmöglich. So kann heute kaum einer seiner wahren Bestimmung folgen, denn die hat nie etwas damit zu tun, was man tun SOLL.

Natürlich hört sich das beim Ersten Lesen wahrscheinlich alles sehr utopisch an. Aber nur beim ersten Lesen.

Beim Zweiten Lesen merkt man, dass alle Nötigen Werkzeuge und was damit zu tun ist bereits auf dem Tisch liegen.

Unsere MACHT, zu sagen, was WIR denn eigentlich gern wollen. Das, was die meisten alle vier Jahre zur Urne tragen.

Und es klingt nur utopisch (oder in sonst einer Weise nicht umsetzbar), weil ganz bestimmt Blockaden in unseren Köpfen dafür sorgen, dass wir das so sehen. Das ist der Riegel vor der Tür, hinter der man sich SELBST in der Verantwortung für sein Leben sieht. Und diesen Anblick sind sehr viele Menschen noch überhaupt gar nicht gewohnt. Den hat man sich bis dato weitestgehend nach Möglichkeit erspart. Und das wurde einem auch bis dato sehr leicht gemacht.

Doch es hilft alles nichts: Mosern, sich beschweren, Freiheit fordern, die man eigentlich nur deswegen vermisst, weil man sie nicht NUTZT – nehmen lassen kann man sie sich nur selbst, was sehr leicht fällt, wenn jemand mit unangenehmen Konsequenzen droht – vermeintlich noch unangenehmeren als die Unfreiheit, genauso aber kann man sie nur selbst nutzen. Nutzt man sie nicht, nutzen andere IHRE, und DAS ist nicht gesund. Man kann Samstags auf DREI Demos gehen um zu beteuern, wie DOOF man das System findet – so lange man Montags bis Freitags weiter darin lebt und es auf diese Weise unterstützt, lässt es einen gern mosern. Dazu kommt das so genannte „Teile-und Herrsche-Spiel“, von dem so gut wie JEDER weiss, dass „die da oben“ das spielen: Die Politiker, die Konzerne, die Medien. Mistfinke allesamt, nicht wahr? Kaum einem ist aber bewusst, was für Arschadler wir selbst sind, weil wir es MITSPIELEN. Und zwar jedes einzelne Mal dann, wenn wir Partei für eine oder die andere Seite beziehen. Je mehr wir uns dann auch noch damit identifizieren, was wir gerade so denken und meinen, desto mehr stecken wir in diesem Spiel fest. Und wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte, richtig?

Worauf ich hinaus will ist: Wir verlassen uns VIEL ZU SEHR auf Andere. Den meisten von uns ist das gar nicht bewusst, aber man braucht es sich in der Regel nicht lange anzuschauen, bis man es überdeutlich sieht. Was uns dadurch verloren geht, ist unsere EIGENSTÄNDIGKEIT. Wir plärren wie kleine Babys denen man das Sandförmchen wegnimmt. Nur dass es bei uns nicht um Sandförmchen geht , sondern um den ganzen Strand.

Was wir machen können: Ein Gespür dafür schaffen, wie wir das was wir machen möchten SO machen können, dass alle anderen Beteiligten das auch können, und wir uns dabei nicht in die Quere kommen, sondern ebenseitig UNTERSTÜTZEN. Dabei sollten wir uns allerdings auf die beschränken, die jeweils wirklich auch vor Ort sind. „Madrid“ hat hier nur sehr wenig mitzubestimmen, weil „Madrid“ eine Institution ist, die weder denken noch fühlen kann, und stört wo sie nur kann. „Madrid“ hat auch nichts zu sagen, es erlässt einfach Gebote und Verbote. So wie „Berlin“, „Washington“ oder der „Vatikan“. Bei allem gebührenden Respekt, aber Diese Institutionen dienen nichts anderem als der Entwendung von Eigenverantwortung.

Und weil wir es nicht mehr anders kennen, denken wir, wir brauchen sowas. Blaue Wunder für ALLE, die sich trauen, das Gegenteil heraus zu finden. Und eine Wahrheit in der Mitte all dessen.

Wie können wir ein Gespür dafür schaffen? Indem wir den Fokus darauf lenken. Jedes Mal, wenn es um solche Themen geht, darauf aufmerksam machen. „Wie können wir alle tun, was wir tun wollen, ohne dass es auf Kosten anderer geht?“ Es bleibt nicht aus, dass man dann ANDERS wahrnimmt, und so auch ANDERES. Und keiner kann vorhersagen was das ist.

Doch wenn wir uns allen dabei zuhören, können und werden wir es heraus finden.

Wir könnten so viele unserer Probleme in Windeseile lösen, wenn wir uns alle ebenseitig mal in RUHE ließen. All den Stress, dem wir jeden Tag ausgesetzt sind, machen wir uns selbst und gegenseitig. Und das völlig unnötig. Es ist uns nicht von nutzen, und wir machen diesen Stress ausschliesslich, weil wir es nicht anders kennen. Bis zum Burnout, Krebs oder ganz hartnäckig bis zum Tod. Alle machen was Geld bringt, und denken das macht uns Glücklich. Es ist aber nicht das Geld, das uns glücklich macht, sondern DAS zu tun was wir LIEBEN. Dem wir uns mit BEGEISTERUNG widmen können, durch die wir in dieser Tätigkeit rasant dazu lernen. Und PROFIS werden, die gefragt sind. Die Geldsorgen genau so wenig nötig haben, wie darauf angewiesen zu sein, was irgend ein Anderer gerade macht – oder nicht macht.

Doch diese Anregungen bekommen wir nicht an jeder Straßenecke am Kiosk oder in der Frischwarenabteiliung. Was nicht daran liegt, dass sie nicht vorhanden wären. Sie sind mehr als vorhanden, aber sie werden so gut es nur geht unterdrückt. Solltest Du als Leser des El Aviso Zugang zu diesen Worten haben, dann hat der Aviso sich mehr als einen Orden verdient. Für das Brechen der MeidenZensur, die eben genau SOLCHE (EINENDEN, lösungsorientierte) Denkanstöße in der Regel nicht durchlässt. Man darf über alles schreiben, aber nicht SO.

Solltest Du auf meinem Blog davon lesen, weil dem Aviso Orden genau so egal sind wie mir, fühl Dich nicht entmutigt.. Wir brauchen niemanden, der nicht mitspielen will. Teile und hilf, die zu finden, die ein wirkliches Interesse daran haben, endlich Lösungen und Antworten zu finden, die ALLE befriedigen. Selbst die, die mit nix zufrieden sind. Was auch nur ein Hobby ist, dem sie gern weiter frönen dürfen und können, solang allen anderen das auch einfach klar ist. Es gibt eben auch Leute, die es lieben, sich im Leid zu suhlen. Das kann man völlig akzeptieren, ohne sich von ihnen ausbremsen oder beirren zu lassen. Sie in ihrem Leiden zu unterstützen und hilft übrigens, sie an den Punkt kommen zu lassen, es nicht mehr zu wollen, vor allem wenn sie merken, dass man ihr Leiden nicht so ernst nimmt wie sie. Ohne SIE dabei nicht ernst zu nehmen. Wie gesagt: Wir sind nicht was wir denken zu sein.

Tut was ihr liebt und lest2020.de

Eurer Bauchi (Jesus Urlauber)

P.S.: auf den Blog setz ich den Artikel art, wenn ich von Euch eine Absage (oder gar keine Antwort bekommen habe) .. wenn ihr veröffentlichlicht, reposte ich euren Artikel…

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